MODE // BILDUNG

Der im Deutschen Hygiene Museum Dresden stattgefundene Workshop,# richtete sich an Heranwachsende. Die Teilnehmer:innen waren zwischen 14 und 18 Jahren alt. Gemeinsam stimmten wir uns auf die Thematik Mode & Kommunikation ein. Was sagt unsere Kleidung über uns aus? Was möchten wir mit ihr vermitteln? Kooperationspartnerin des Workshops war die Firma SOEX Recycling Germany. Europas größte Textilrecyclingfirma sorgt dafür, dass unsere Altkleider weiter in einen Kreislauf kommen. Wir erhielten mehrere Säcke sortierte nudefarbene, ausrangierte Kleidung. In einer kompakten Workshopwoche erarbeiteten die Teilnehmer:innen den Themenkomplex Körper–Scham. Sie entwickelten verschiedene Stereotypen. Diese stehen für eine Gesellschaft, die gern sortiert und ordnet. Die Teilnehmer:innen erweiterten die Stereotypen und fertigten verschiedene Outfits aus den Altkleidern und eröffneten Sichtweisen über die stereotypen Lesarten hinaus. Es wurde gestickt, genäht, up- und recycled und immer wieder diskutiert. Höhepunkt der Woche war ein professionelles Fotoshooting, in welchem die einzelnen „Stereotypen” in einem Setting aus Kleidung von Stephan Floss & Eva Howitz fotografiert wurden. Unterstützung bekamen die Jugendlichen von der MakeUp-Artistin Uta Stabler. Der Workshop hat für die Jugendlichen ein enormes Kraftpotential in Sachen Körperbewusstsein aufgetan. Parallel wurde ein Instagram-Profil eingerichtet, um die Thematik auch weiterhin immer wieder mit Bildmaterial in die Öffentlichkeit zu rücken. Selbstliebe, Antidiskriminierung, Antirassismus und der Verzicht auf sexistische Ordnungen waren und sind ein starkes Thema für Heranwachsende. Um den Outfits eine intensivere Ebene zu verleihen und die Thematik zu präzisieren fand ein Performanceworkshop statt. Angeleitet von der Performancekünstlerin Marthe Howitz aus Berlin, erarbeiteten die Workshopteilnehmer:innen eine Inszenierung. Diese pointierte die Silhouetten und gab der praktisch-konzeptionellen Erarbeitung eine darstellende künstlerische Form.
Der Workshop fand im Rahmen des Jugendkuratoriums Dresden statt und wurde von der Landeshauptstadt Dresden finanziert.

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