Tristan Schulze

Bildender Künstler

Mit Tristan Schulze verbindet uns eine immer wiederkehrende Zusammenarbeit, gegenseitige Inspiration und Freundschaft. Seine Hauptbeschäftigung ist die künstlerische Forschung im Digitalen. Dabei streift er immer wieder das Textile. Wie aber passt so etwas nicht Greifbares wie Bits und Bites mit dem Haptischen eines Gewebes zusammen? Tristan sagt: „Wenn wir Webmuster als binäre Information verstehen, können wir Computeralgorithmen verwenden, um traditionelle Muster neu zu begreifen und sogar komplett neue Muster daraus zu generieren.“

Verschiedene seiner Arbeiten beschäftigen sich mit dem Entstehen von Webmustern mit Hilfe von  Künstlicher Intelligenz (KI). Bei der Arbeit AUTOMATON trainierte die KI an historischen Mustern aus dem Archiv der Historischen Schauweberei Braunsdorf, um im Ergebnis eine nie endende Reihe neuer Muster entstehen zu lassen. In faszinierender und zugleich unheimlicher Weise stellt sich die Frage, ob durch die unendliche Vielfalt an Mustern, die die Maschine „erdenken“ kann, eine neue Chance für die Designentwicklung der Zukunft entsteht. Oder ob der Mensch als kreative Kraft überflüssig wird.

Die erste direkte Zusammenarbeit mit lokaltextil ergab sich während der Entwicklung von FLUFFY, einem textilen Objekt, das gleichermaßen Kleidung, Schmuck, Tasche, Tragesystem und Tarnhilfe ist. Es entstand als Künstleredition zu Tristans Ausstellung COVERS in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig. Eva Howitz, Modedesignerin und zugehörig zum Team lokaltextil war gestalterisch und beratend im Prozess involviert. Realisiert wurde FLUFFY durch das Studio U&N in Jahnsdorf, die Stoffe jedoch aus Holland und Polen bezogen. FLUFFY ist somit fast ein echtes lokaltextil!

Zur Website von Tristan Schulze geht es hier.

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